| Sandra Grimmer

Corona Konsequenzen

Eigentlich können wir's ja schon nicht mehr hören - Corona. Und doch beschäftigt uns dieses Virus resp. die Folgen davon sehr. Darum möchte ich euch heute sehr transparent und ausführlich erzählen, wie es uns geht und welche Konsequenzen wir aus Corona ziehen.


#1 - DER KAMPF UMS ÜBERLEBEN

Auch wenn es im Alltag wieder mehr Normalität gibt; für viele Kleinbetriebe fängt der Kampf ums Überleben jetzt erst richtig an. Jetzt, wo die langfristigen Folgen der Krise für jeden einzelnen spürbar werden.

Die Situation rund um Corona macht es auch uns gerade nicht einfach. Unser Partnerbetrieb in Portugal ist immer noch mitten in der Kurzarbeit und zwei der besten Näherinnen sind mit Grippesymptomen zu Hause. Die Realität ist auch, dass viele Nähereien aktuell sehr unter Druck stehen, weil die Grossen bei Lieferverzug von den erteilten Aufträgen zurücktreten und die Nähbetriebe auf den Kosten sitzen lassen.  Für die Betriebe kann das den Ruin bedeuten. Die Priorität bei den Nähereien ist es also, die Grossen zuerst zu beliefern um so ihre eigene Existenz zu sichern. Uns Kleinen lässt man warten. Nachvollziehbar aber für uns Betroffenen ist das sehr unschön. Bei Seefeld.Style standen wir die letzten Monate mit einem fast leeren Webshop da und wussten nie genau, wann unsere Hosen nun geliefert werden.

Die Erleichterung war also riesig, als vor einer Woche die erste Lieferung mit den Culottes eintraf und wir mit dem Versand beginnen konnten. Bis Mitte Juli erhalten wir noch zwei weitere Lieferungen so dass wir eure Bestellungen dann wieder wie gewohnt innert 2-3 Arbeitstagen zusenden können.


#2 - DANKBARKEIT

Ein riesig grosses Dankeschön an euch, dass Ihr uns in den letzten Monaten mit euren Vorbestellungen und eurer Geduld unterstützt habt! Einfach nur grossartig - vielen, vielen Dank!

Durch den Lockdown hat Dankbarkeit für uns eine neue Dimension bekommen. Wir sind zutiefst dankbar für unser kostbares Leben und die wertvollen Beziehungen, die uns Halt geben. Seefeld.Style ist ein Family Business. Genau wie unsere Lieferanten und Partner. Carlina in Winterthur, die uns im Backoffice unterstützt, Anna, die Schnittmacherin in St. Gallen, Fabienne, die Produktentwicklerin in Thalwil, unser Logistikpartner in Embrach, und natürlich die in dritter Generation geführte Näherei in Portugal. Unsere Lieferkette ist eine Kette kleiner Familien-Perlen ohne die es die Hose fürs Leben so nicht gäbe.

Die Dankbarkeit für dieses Beziehungsnetz möchten wir - jetzt erst recht - weitergeben. An junge Flüchtlinge, die sich hier in der Schweiz ihr Beziehungsnetz erst noch aufbauen müssen. Mit dem Verkauf jeder einzelnen Hose unterstützen wir die Integrationsprogramme von Courage Your Way. Auch diese Organisation eine kleine Perle, gegründet von drei Geschäftsfrauen, die die Welt ein Stück besser machen wollen. 


#3 - WENIGER. ABER BESSER.

Weniger ist mehr. Im Lockdown hat sich die Natur die Erde ein Stück zurück erobert. Unser Gefühl bestätigt sich: Weniger ist mehr. Was wir wollen ist: Weniger. Aber besser.

Für uns bedeutet das weiterzumachen und unsere Hosen fürs Leben immer besser und immer nachhaltiger zu machen.

In der Konsequenz bedeutet “Weniger. Aber besser.” auch, ein paar Grundsatzentscheidungen zu treffen.


    #4 - NOCH NACHHALTIGER

      Wir produzieren in Portugal. Vom Garn bis zur fertigen Hose: alles wird im Umkreis von 3 km nach Öko-Tex Richtlinien hergestellt. Und wir tüfteln weiter um unseren Stoff noch nachhaltiger zu machen und unser Unternehmen in die Kreislaufwirtschaft zu integrieren. Rund um diese Themen werdet Ihr in Zukunft noch einiges von meinem Mann, Co-Founder und Seefeld Ingenieur hören. 


        #5 - KEINE MITTELMÄNNER

          Kurz vor Corona waren wir noch im Gespräch mit Modehäusern, die unsere Hosen ins Sortiment aufnehmen wollten. Wegen Corona kam dies nicht zustande und wir waren zuerst enttäuscht. Hätte dieser Vertrag uns doch dabei geholfen unsere Bekanntheit zu steigern und unsere Kollektion weiter auszubauen.

          Aber so eine Verbindung birgt auch Risiken. Denn, was, wenn die nächste Corona-Welle kommt und wir die Ware zu spät erhalten, den Handel nicht pünktlich beliefern können und der Handel dann die Annahme verweigert? Was machen wir dann? Versuchen wir dann auch mit Winkelparagraphen die Zeche bei unseren Lieferanten zu prellen? Nein! Da setzten wir lieber auf ein langsameres und dafür nachhaltigeres Wachstum.

          Wir haben uns entschieden, auf den Zwischenhandel zu verzichten. So können wir unsere Hosen auch weiterhin in der Schweiz designen und in Portugal bei einem Öko-Tex zertifizierten und mehrfach als Arbeitgeber des Jahres ausgezeichneten Familienbetrieb herstellen lassen. Ohne Kompromisse. Dafür mit fairen Preisen für anständige Löhne.

           

            #6 - NOCH PERSÖNLICHER 

              Auch wenn wir vor allem ein Onlineshop sind, der persönliche Kontakt zu unseren Kundinnen ist mir und uns sehr wichtig. Der Lockdown hat einmal mehr gezeigt, dass dies kein Widerspruch ist und persönliche Beziehungen auch online entstehen können. Aber zugegeben, online ist auch nicht alles. Darum möchten wir unseren Salon Privé weiter ausbauen und in verschiedenen Schweizer Städten durchführen.

              Salon Privé bedeutet privates Wohnzimmer. Und genau in so eine gemütliche und schöne Atmosphäre möchten wir euch einladen. Hier könnt Ihr unsere Kollektion kennenlernen. Einen gemütlichen Schwatz mit der Designerin führen, verweilen und die Zeit bei Kaffee oder Cüpli geniessen.


              #7 - WIR BRAUCHEN DICH!

              Damit wir den oben beschriebenen Weg weitergehen können und die Hose fürs Leben immer besser und nachhaltiger machen können, brauchen wir deine Unterstützung.  Hilf uns, bekannter zu werden. Erzähle deinen Freundinnen von uns und folge uns auf Linkedin, Instagram oder Facebook. Es sind die kleinen Dinge, die grosses in Bewegung setzen können. Herzlichen Dank!

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